Schluss mit der Mutterrolle

Die letzten Tage habe ich etwas bei mir festgestellt. Ich bin es leid, dauernd allen Mutter zu sein. Früher war das ein Teil meines Wesens. Aber irgendwie ist das vorbei.

Früher war ich gerne die jenige die sofort mit Rat und Tat parat stand, die begleitete und Lösungen suchte und die mensch bei Tag und Nacht anrufen konnte. Das geht nun gar nicht mehr.

Richtig bewusst geworden ist mir das durch den Aufenthalt eines Freundes in Not bei uns. Er ist ein armes Hascherl keine Frage und früher wäre ich mit ihm rumgerannt und hätte geholfen und gemacht, aber gestern saß ich so im Garten und es ging darum das er etwas erledigen musste.  Er fragte dann ob ich es machen würde und ich sagte klar und deutlich: Nein, mach es selber oder frag jemand anders. Und es ging mir gut damit. Klasse Gefühl.

Ich werde jetzt eine Alte, eine Großmutter und das bedeutet für mich die aktive Mutterarbeit leisten jetzt die jüngeren Frauen. Meine Arbeit ist nun eher eine beratende Tätigkeit und das Trösten. Ansonsten mache ich jetzt Dinge die mir gut tun. Male, schreibe, meditiere und verbessere meine Lebensqualität in dem ich abnehme und Sport treibe. Klasse Sache!

~ von Karin am Mai 20, 2008.

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